Xenos, mein Bruder – II

Mein nächstes, nur kurzes Erlebnis, im Zusammenhang mit Fremden hatte ich im Alter von etwa elf, als ein Freund meines Bruders und ich uns an eine Wiese an der Autobahn begaben, wo eine grössere Anzahl amerikanischer Soldaten für einen Tag kampierten.
Ich versuchte mich mit meinen wenigen englischen Worten mit ihnen zu unterhalten – was zumindestens als Versuch gelang. Wir wurden von den Soldaten – und aus heutiger Sicht auch von den Offizieren – freundlich aufgenommen. Sie lachten mit uns, sie versuchten mit uns Lieder zu singen.
Am Ende das Nachmittags zogen wir, was von uns nicht beabsichtigt war, beladen mit verschiedensten Konserven und mit Schokolade von dannen.
Dieses Erlebnis war die Basis dafür, dass ich in meinem späteren Leben – als ich die USA schon als einen der Verursacher von vielen Krisen weltweit eingeordnet hatte – immer zu unterscheiden wusste zwischen dem Staat, seiner Macht und seinen Interessen einerseits und den Einwohnern und Bürgern andererseits.