Xenos, mein Bruder – III

Mit vierzehn durfte ich in den Schulferien arbeiten, mit der Intention, mir ein Tonbandgerät zu kaufen. Weil mein Vater den Inhaber einer kleinen Baufirma kannte, war für mich von Anfang an klar, dass Ferienarbeit bei den Bauarbeitern stattfand.
Einer der Bauarbeiter war nicht viel älter als ich. Francesco, ein Junge aus Calabrien freundete sich mit mir an. Ich brachte ihm Deutsch bei, so wie ich es mir vorstellte, er brachte mir Italienisch bei, unterstützt von den älteren italienischen Kollegen, die sich über mein Interesse freuten. Eine Einladung nach Reggio di Calabria konnte ich während der drei Sommerferien auf dem Bau leider nie annehmen.